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ausgeflattrt

Wie viele andere Blogbetreiber auch habe ich mich ein bisschen von Flattr blenden lassen, ohne genauer die rechtliche Lage genauer zu untersichen. Nicht, dass der Flattr-Button jetzt irgendwie illegal wäre. Was mich an den Buttons stört ist, dass ich durch diese Buttons sehr eingeschränkt werden. Und ich hasse es, eingeschränkt zu werden. Einige Beispiele:

CC-BY-NC

Sobald ein Flattr-Button auf dem Blog steht kann dieses Blog als kommerziell gelten. Genau geregelt ist das natürlich nicht, aber da ja Geld fließt spricht einiges dafür. Wenn ihr auf Grauzonen steht könnte man die Buttons natürlich auch als Spende betrachten. Und jetzt fängt der ganze Spass erst richtig an: Ich schreibe einen neuen Beitrag, nehme dazu eine Quelle zur Hand und zitiere diese. Denkste! Viele Inhalte im Internet sind nicht für die Kommerzielle Nutzung (z.B. da CC-BY-NC) zugelassen und fordern daher die Einverständnis des Autors.

Impressum

Gut, bei mir mag das jetzt kein großer Grund sein, da ich sowieso ein Impressum habe, rein damit sich schlecht gelaunte Anwälte nicht gezwungen fühlen, toten Bäume zu verschicken.

Steuern

Wer auf seinem Blog Flattr-Buttons einbaut erzielt dadurch Einnahmen. Und diese Einnahmen müssen versteuert werden. Steuerpflicht und so, bestimmt schonmal gehört. Selbstverständlich hat da wieder keiner eine Ahnung, wie das genau Abläuft. Muss ich versteuern, wenn ich das Guthaben auf dem Flattr-Account lasse? Blogger, die den Button behalten wollen sollten deshalb zu Sicherheit vielleicht mal einen Steuerberater aufsuchen. Und dem dann erstmal Flattr erklären.

Gut, mag jetzt sein, dass viele Blogbetreiber dadurch keine Einschränkungen haben, weil sie sowieso schon Werbebanner auf die Webseite schalten. Ich für meinen Teil habe mich nun dagegen entschieden und habe die Buttons deshalb wieder entfernt. Ich hoffe ihr seid nicht traurig. Aber schreibt doch einen Kommentar, wenn euch ein Beitrag gefällt: Ist billiger und ich freue mich genauso :)

    1. Zu den Steuern: Soweit ich da informiert bin regelt Flattr das komplett – der Benutzer brauch da gar nicht mehr machen. Dass die Webseite kommerziell wird ist eigentlich Schwachsinn – gibt viele die das behaupten aber Flattr ist ganz offiziell NUR für Spenden und NICHT als Zahlungsmittel gedacht. Ich denke mal das würde im schlimmsten Fall vor Gericht auch bestehen. Damit wäre auch das CC-BY-NC-Problem weg.

      Jeder Blogbetreiber muss selber entscheiden ob er Flattr nimmt oder nicht. Ich finds auf jeden Fall aussagekräftiger als die Facebook-Like Buttons.

      Florian am 7. Juli 2010 um 21:01 Uhr

    2. Ich kann auch viel behaupten, wenn der Tag lang ist, sorry. In der Praxis ist es leider so, dass es nicht geklärt ist, ob Flattr-Buttons als Spende oder als Zahlung gelten. Auch das Klicken eines Werbebanner zählt als Zahlung, nicht als Spende. Von daher würde ich mich mal nicht so sehr darauf verlassen. Da du in deinem Blog allerdings sowieso Werbebanner schaltest sollte dies das kleinste Problem sein. Du hast Werbebanner geschaltet also ist deine Seite kommerziell also ist das CC-BY-NC Problem (bei dir zumindest) nicht weg.

      Dass Flattr-Buttons aussagekräftiger als die Facebook-Like Buttons sind. Nunja, dazu gibt es bestimmt viele Meinungen. Ich finde immer noch, dass sich die Meinung vor allem durch die Kommentare wiederspiegelt. Nicht durch eine Zahl neben einem Flattr-, oder Like-Button. Letztendlich weißt du bei diesen Buttons nämlich nicht, wie gut der Artikel sein muss, um einen Klick auf den Button zu bekommen. Es soll Leute geben, die bei jedem Blogbeitrag, den sie lesen, den Flattr-Button drücken. Bei Kommentaren kann ich wenigstens anhand der geschriebenen Worte feststellen, wie derjenige dieses Artikel aufgenommen hat.

      sebbo am 7. Juli 2010 um 21:09 Uhr

    Senf dazugeben